Die Anforderungen an moderne Baustellen in unseren urbanen Zentren wachsen stetig, während der Platz dagegen häufig schwindet. Enge Straßen, historische Gebäude und eine komplexe Infrastruktur verlangen nach beweglichen Maschinen, die auch große Höhen auf einer geringen Grundfläche zugänglich machen. Effizienz, Sicherheit und Umweltbewusstsein spielen dabei eine ebenso große Rolle wie Mobilität.
Kompakte Höhenzugangslösungen im Überblick
In den folgenden Abschnitten beschäftigen wir uns mit der Scherenbühne, Teleskoparbeitsbühnen und der Kettenarbeitsbühne. Diese drei Hilfsmittel teilen einige zentrale Eigenschaften, tun sich jedoch jeweils in einem Bereich besonders hervor. Sie vereinen:
- ein hohes Maß an Arbeitssicherheit,
- die Überbrückung großer Höhen,
- zuverlässige technische Unterstützung auf engem Raum und
- eine ressourcenschonende Antriebsart (Elektro).
Die Scherenbühne
Scherenbühnen zählen zur Grundausstattung auf Stadtbaustellen, insbesondere wenn es um Fassadenarbeiten geht. Auf festem, ebenem Untergrund bieten sie eine stabile Plattform, die sich mittels eines Elektromotors heben lässt. Dank ihres geringen Platzbedarfs passen sie durch verhältnismäßig schmale Tore und engere Gassen. Zudem zeichnen sie sich durch niedrige Betriebskosten und einen minimalen Wartungsaufwand aus.
Neben dem klassischen Einsatz an Fassaden für Reparaturen und Malerarbeiten haben Scherenbühnen auch in der Landschaftspflege einen Platz. Für Baumarbeiten, wie dem Gehölzschnitt, können die zweiachsigen Helfer als Arbeitsplattform genutzt werden. Sie bieten dabei viel Stabilität, sofern der Untergrund befestigt ist.
Nachteile der Scherenarbeitsbühne im Überblick
- Nicht für schlammiges Gelände geeignet
- Geringe horizontale Reichweite
- Hoher Anschaffungspreis bei Neukauf
Sonderform: Geländearbeitsbühne
Eine Sonderform der Scherenbühne ist die Geländearbeitsbühne. Sie eignet sich für Arbeiten auf unebenen Oberflächen. Selbst auf einem mit Schlaglöchern durchsetzten Untergrund findet sie halt. Steigungen von bis zu 40 Prozent können damit ebenfalls überwunden werden.
Die Teleskoparbeitsbühne
Bei den sogenannten Teleskoparbeitsbühnen befindet sich der Arbeitsbereich zur Überbrückung des Höhenunterschieds an einem Ausleger bzw. an einem Teleskoparm. Hierdurch wird es dem Maschinenführer möglich, sich in einem höheren Maß auf der horizontalen Ebene zu bewegen als bei Scheren- und Kettenbühnen. Vor allem bei Arbeitsorten, die in der Höhe durch Hindernisse schwer zugänglich sind (Baumkronen), lässt sich mit diesen leichter eine angenehme Arbeitsposition finden.
Während eine Scherenbühne für großflächige Baumarbeiten stetig die Position wechseln muss, um den Maschinenführer an eine neue Position zu bringen, kann bei einer Teleskopbühne einfach der Teleskoparm umpositioniert werden, ohne dass das Chassi der Maschine bewegt werden muss.
Nachteile der Teleskoparbeitsbühne im Überblick
- Nicht für schlammiges Gelände geeignet
- Geringe Fläche für Bewegung während der Arbeit
- Erfordert viel Erfahrung bezüglich Ausrichtung und Steuerung
Die Kettenarbeitsbühne
Kettenarbeitsbühnen unterscheiden sich von den beiden vorgenannten Maschinen in erster Linie durch die fehlende Bereifung. Stattdessen ist diese Form der Arbeitsbühne mit Ketten ausgerüstet. Hierdurch bietet die Maschine vor allem in unebenem Gelände hervorragenden Halt und kann sich zudem sicher über schlammiges Terrain bewegen.
Die Hubmechanik existiert in verschiedenen Ausführungen. Zum einen gibt es Modelle, die wie im vorangegangenen Beispiel mit einem hydraulischen Teleskoparm ausgestattet sind. Daneben existieren jedoch auch Scherenarbeitsbühnen mit Ketten. Diesbezüglich gelten jeweils die Vor- und Nachteile, die wir zuvor jeweils bei Scheren- und Teleskoparbeitsbühnen aufgeführt haben.
Nachteile der Kettenarbeitsbühne im Überblick
- Weniger dynamisches Fahrverhalten
- Hoher Verschleiß der Ketten (als auch der Fahrbahn)
- Geringe Geschwindigkeit




