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Vor- und Nachteile einer nebenberuflichen Selbstständigkeit

Sich nebenberuflich etwas Eigenes aufzubauen und damit langfristig die finanzielle zu erreichen, ist der Traum vieler Angestellter.

Denn oft reicht das eigene Einkommen nicht aus, um den gewünschten Lebensstil zu verwirklichen, Rücklagen zu bilden und sich um den langfristigen Vermögensaufbau zu kümmern.

Steht eine Gehaltserhöhung an, ist diese im Verhältnis zum Gesamteinkommen nicht besonders hoch und eine Beförderung, die vielleicht deutlich mehr Geld verspricht, ist an höhere Verantwortung und Arbeitsbelastung gebunden.

Kurz gesagt, die Möglichkeiten für ein höheres Einkommen sind bei Durchschnittsjobs nicht immer vorhanden und wenn doch, gehen damit weitere Verantwortlichkeiten einher. Nicht verwunderlich also, dass viele über eine nebenberufliche Selbstständigkeit nachdenken. 

Aber was bedeutet es eigentlich, sich nebenberuflich selbstständig zu machen?

Schonmal vorab, eine nebenberufliche Selbstständigkeit hat viele Vorteile, denn sie ermöglicht langfristig den Ausstieg aus dem Hauptberuf sowie ein höheres Einkommen.

Auf der anderen Seite klappt so etwas nicht von heute auf morgen und erfordert zu Beginn konstante Zeitinvestitionen und ggf. auch Startkapital.

In diesem Artikel es darum, wie das in der Praxis aussieht und wo die Vor- und Nachteile einer nebenberuflichen Selbstständigkeit liegen.

Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich bei den Nachteilen nicht unbedingt um Nachteile, sondern Umstellungen handelt, die eine gewisse Disziplin und Eigenverantwortung erfordern. 

Vermeintliche Geschäftsmodelle, die einen von heute auf morgen zum erfolgreichen Unternehmer machen, gibt es nicht. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, muss zunächst Arbeit investieren, bevor darauf ein finanzieller Erfolg entsteht.

Das ist auch schon die erste Umstellung: Arbeitszeit und Einkommen sind nicht mehr miteinander gekoppelt.

Heute geleistete Arbeit zahlt sich also erst in einigen Wochen, Monaten oder sogar Jahren aus. Da unser Arbeitssystem ganz anders funktioniert, kann das am Anfang sehr frustrierend sein.

Die folgende Liste hilft dabei, diese und weitere Umstellungen zu kennen, um sich mental und praktisch darauf vorbereiten zu können.

Umstellung 1: Zeit und Organisation

Zeit und Organisation

Im Angestelltenverhältnis muss man seinen Tag in den meisten Fällen nicht selbst strukturieren. Das ändert sich in der Selbstständigkeit, gerade wenn diese nebenberuflich gestartet wird.

Bei einem Arbeitstag von 8 Stunden inkl. Arbeitsweg, bleibt morgens und abends nicht unbedingt viel Zeit übrig. Die nebenberufliche Selbstständigkeit aus diesen Voraussetzungen heraus zu starten, kann also erstmal sehr herausfordernd sein.

Jeden Tag mindestens 1-2 Stunden in sein Business investieren

Um wirklich sichtbare Ergebnisse zu erzielen, sollte man jeden Tag mindestens 1-2 Stunden in sein Business investieren. Das wird auch nötig sein, da man vor der praktischen Umsetzung vermutlich noch viel lernen muss.

Wichtig ist, sich zwar nicht von seinem großen Ziel abbringen zu lassen, aber vor allem erstmal die kleinen Aufgaben und Erfolge feiern zu können.

Je weniger Input man zeitlich oder finanziell einbringen kann, desto länger wird es dauern, bis man ein funktionierendes Geschäftsmodell aufgebaut hat, welches es einem erlaubt, die Arbeit im Angestelltenverhältnis zu kürzen. 

Das Gute im Angestelltenverhältnis ist, dass man ein festes Einkommen hat und ggf. eher auf die Arbeit von Freelancern zurückgreifen oder sich Tools für die Automatisierung einiger Aufgaben leisten kann.

Auch die Wahl des Geschäftsmodells beeinflusst, wie schnell es geht, damit nebenbei Geld zu verdienen. Grundsätzlich gilt, je mehr Kapital nötig ist oder investiert werden kann, desto weniger zeitlicher Einsatz ist erforderlich und desto schneller können erste Umsätze generiert werden. 

Eine strukturierte Zeitplanung ist erforderlich

Um mit seiner Tagesplanung erfolgreich zu sein und wirklich jeden Tag etwas umsetzen zu können, ist eine strukturierte Zeitplanung erforderlich.

Das heißt, man schreibt sich genau auf, zu welchen Zeiten, welche Aufgabe ansteht und ermittelt, wo es ggf. Freiräume für das eigene Projekte gibt.

Wichtig ist, dass man die 1-2 Stunden nicht in viele Teile splittet, sondern wirklich am Stück arbeitet. Da man nur begrenzte Zeit hat, sollte man in dieser Zeit so viel schaffen wie möglich. Das geht nur mit konzentrierter und fokussierter Arbeit.

Für die Arbeitssession schreibt man sich am besten am Vorabend eine klare To-do-Liste, mit den wichtigsten Aufgaben. 

Umstellung 2: Verantwortung

Als Selbstständiger hat man nicht nur die volle Verantwortung über seine Zeit, sondern auch über seine Finanzen.

Diese zu strukturieren, ist für Gewerbetreibende sogar verpflichtend (Buchhaltung). Während einem im Angestelltenverhältnis die Steuer einfach vom Gehalt abgezogen wird, muss man sich als Selbstständiger selbst darum kümmern.

Da es sich aber um eine sehr operative Aufgabe handelt, die Zeit kostet und das Business nicht wirklich voranbringt, sollte man hierfür auf jeden Fall in ein geeignetes Buchhaltungstool investieren.

Sobald man seine Arbeitszeit kürzt oder sogar seinen Job kündigt, erweitert sich der Verantwortungsbereich zusätzlich auf andere Menschen, wenn man z.B. eine Familie versorgt oder erste Mitarbeiter anstellt und damit für deren finanzielle Situation verantwortlich ist.

Auch das ist eine große Umstellung, denn eigene Entscheidungen haben einen viel langfristigeren und umfassenderen Einfluss als zuvor.

In den Entscheidungsprozess unternehmerischer Entscheidungen, fließen auch ganz andere Faktoren, als im privaten oder beruflichen Leben, da es um das Überleben (den wirtschaftlichen Erfolg) des Geschäfts geht. 

Umstellung 3: Finanzielle Möglichkeiten

Finanzielle Möglichkeiten

Ebenfalls eine Umstellung, wenn auch eine sehr positive ist, dass sich nach einem gewissen Zeitraum ganz neue finanzielle Möglichkeiten eröffnen.

Wer im Angestelltenverhältnis arbeitet, wird die Macht des Zinseszinseffekts bzw. des Momentums vermutlich nicht kennen.

Ist man mit seinem Business jedoch erfolgreich, kommt es zu der vermutlich größten Umstellung: Das Einkommen wächst, obwohl man selbst nicht unbedingt mehr arbeitet.

Damit eröffnen sich zeitliche und finanzielle Ressourcen, die es vorher wahrscheinlich nicht gegeben hat. Man wird in der Lage sein, monatlich Geld zurückzulegen, zu reisen und kann sich und seiner Familie damit ein deutlich angenehmeres Leben ermöglichen.

Dafür werden sich all die investierten Stunden auf jeden Fall lohnen!

 

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