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AdsVantage: 3 kaum bekannte Google Ads Setup-Fehler

Die Google Ads Plattform ist ein Monster. Gerade Anfänger sehen sich einer schier endlosen Options- und Konfigurationsvielfalt gegenübergestellt.

In den zahlreichen Accounts, in die die Mitarbeiter der AdsVantage Agentur in den vergangen Jahren Einblick gewonnen haben, wiederholen sich oftmals die folgenden 3 ganz entscheidenden Setup-Fehler. 

3 Google Ads Setup-Fehler

Wir wollen diese aber nicht nur aufzeigen, sondern am Ende auch zeigen, wie diese Fehler ganz einfach und mit wenig Aufwand zu beheben sind.

Google Ads Fehler #1: Anzeigenvorschläge werden nach 14 Tagen automatisch angewendet

Was viele Werbetreibende nicht wissen: Google macht gern, was es will – wenn man es nicht aktiv daran hindert und in seine Schranken verweist.

In den Kontoeinstellungen eines jeden Accounts schlummert eine harmlos klingende Einstellung, die sich “Anzeigenvorschläge” nennt.

Klingt gut?

Nur auf den ersten Blick!

Denn standardmäßig ist diese Einstellung auf “Anzeigenvorschläge nach 14 Tagen automatisch anwenden” gestellt. Und die kleine Info-Box neben dieser Einstellung verrät: “Sie werden jedes Mal benachrichtigt, wenn Anzeigenvorschläge erstellt werden. Diese Anzeigen werden nach 14 Tagen automatisch angewendet, sofern Sie keine Maßnahmen ergreifen. Sie können sie unter ‘Empfehlungen’ annehmen oder ablehnen.”

Google Ads Fehler, Adsvantage, Anzeigenvorschläge von Google
Google erlaubt sich hier also per Standardeinstellung dem unbedarften Nutzer seine Vorschläge einfach unterzujubeln, wenn dieser nicht binnen 14 Tagen aktiv eine andere Entscheidung trifft.

Google will natürlich nur Dein Bestes. Dein Geld 🙂

Nicht selten finden sich in den Anzeigenvorschlägen daher völlig unsinnige Vorschläge, wie die Erweiterung von in Googles Augen zu eng gefassten Zielgruppen Targetierungen (obwohl man sich vermutlich etwas dabei gedacht hatte). Oder eben auch das teilweise nicht unerhebliche Anheben des Budgets.

Reagiert man nicht, macht Google das einfach selbst und gibt sich kurzerhand selbst mehr Geld aus Deiner Tasche!

Google Ads Fehler #2: Conversion Tracking fehlerhaft eingestellt

Performance orientiertes Online-Marketing steht und fällt mit der korrekten Datenbasis auf deren Grundlage Entscheidungen getroffen werden. Eine fehlerhafte Datengrundlage führt zu schlechten Marketing Entscheidungen – und das gilt insbesondere für solche Marketing-Kanäle, die auf Tagesbasis Budget ausgeben.

Saubere und korrekte Daten sind daher das A und O bei Google Ads!

Immer wieder sehen wir Accounts, in denen viel zu wenige Conversions gemessen oder aber viel zu viele Conversions bestimmten Kampagnen zugewiesen werden.

Zu wenig Conversions (das muss natürlich mit dem eigenen Backend und / oder einem Zusatztool wie z. B. Google Analytics gecheckt werden!) deuten auf einen fehlerhaften Einbau des Conversion Trackings hin. Dieses sollte dringend überprüft, korrigiert und getestet werden!

Zu viele Conversions, die bestimmten Kampagnen zugewiesen werden, kommen jedoch auch gar nicht so selten vor. Zunächst freut man sich über scheinbar hervorragende Ergebnisse – doch bei genauerem Hinsehen trügt leider der Schein.

Der Grund?

Oftmals sind im Bereich der Conversion-Konfiguration von Google Ads einfach wahllos alle Conversions auf “In Conversions einbeziehen” gestellt. 

In Conversions einbeziehen, Conversion-Konfiguration von Google Ads

Beispiel:

Wir haben eine Kampagne, die eigentlich auf Käufe ausgerichtet ist. In den Kampagnen Einstellungen ist vermerkt, dass zur Optimierung die Conversions aus dem Konto berücksichtigt werden sollen.

Als Conversions sind in diesem Beispiel der Einfachheit halber nur mal 2 Conversions angelegt: “Kauf” und “In den Warenkorb” gelegt.

Bei unserer Beispiel-Kampagne würde bei diesen Einstellungen bei jedem Kauf beide Conversions gezählt werden. Jeder Kunde, der etwas kauft, muss ja vorher das Produkt auch in den Warenkorb gelegt haben. Er wird also in jedem Fall beide Conversions auslösen.

In diesem einfachen Beispiel könnte es also sein, dass wir z. B. 1.000 € in eine Kampagne investiert haben und Google zeigt uns 50 Conversions an. Wir denken folglich, dass wir pro Bestellung nur 1000 / 50 = 20 € zahlen.

In Wahrheit liegt der Wert aber doppelt so hoch, weil jedes Mal ja auch “In den Warenkorb gelegt” als Conversion mitgezählt wurde. Tatsächlich haben wir also nur halb so viele Bestellungen realisiert zu doppelt so hohen Kosten. Das ist ein gewaltiger Unterschied!

Machen wir das noch einmal an einem echten Beispiel deutlich.

Hier ein Screenshot aus einem echten Account bevor wir vom AdsVantage Team ihn übernommen und optimiert haben. Der Kampagnenname wurde unkenntlich gemacht, um keine Rückschlüsse auf den Account-Inhaber zuzulassen:

Conversionziele pro Kampagne, Google Ads Fehler, Ads Vantage

Diese Kampagne ist auf Käufe ausgelegt. Google weist die Kosten pro Conversion mit 15,59 € aus – was ein herausragendes Ergebnis für diesen Shop wäre.

Allerdings gab es keine 1.091 Käufe. Sondern es gab 1.091 Gesamt-Conversions – hier wurden auch “Intelligente Zielvorhaben” sowie “In den Warenkorb” mitgezählt. 

Tatsächliche Käufe gab es nur 447 – was dann Kosten pro Kauf von 38,07 € entspräche. Das ist mehr als doppelt so viel!

Diese Beispiele sollen verdeutlichen: Mit dem genauen Tracking und der richtigen Konfiguration der richtigen Conversionziele pro Kampagne, steht und fällt die Performance des gesamten Accounts!

Google Ads Fehler #3: Vollgestopfte Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords

Insbesondere Anfänger neigen dazu ihre Google Ads Suchkampagnen viel zu sehr vollzustopfen. Sie erstellen Kampagnen mit zig Anzeigengruppen, in die wiederum dann zig Keywords – quasi alle, die ihnen einfallen – mehr oder weniger wahllos “reingestopft” werden. 

Das Problem dabei:

Es ist völlig unklar, was eigentlich genau funktioniert. Denn Google verteilt das Kampagnenbudget nicht gleichmäßig auf die Anzeigengruppen und darin wiederum nicht gleichmäßig auf die Keywords.

“Schrott” Keywords bekommen unter Umständen (z. B. weil es einfach ein höheres Suchvolumen gibt) mehr Budget ab, “Goldnuggets” unter den Keywords hingegen bekommen (fast) keins – obwohl sie hervorragend performen würden, wenn man ihnen nur mal eine faire Chance gäbe…

Nehmen wir als Beispiel an, dass eine Kampagne das Ziel hat einen 2er ROAS (Return On Ad Spend) zu schaffen. Der Umsatz, der herauskommt, soll also wenigstens doppelt so hoch sein, wie die Werbeausgaben waren.

Dann könnte das hier passieren, wenn man sehr viele Keywords nebeneinander in ein und derselben Anzeigengruppe laufen lässt:

ROAS Return On Ad Spend, viele Keywords nebeneinander, Google Ads Fehler

Auch wenn wir die exakten Keywords unkenntlich machen mussten, da sie sonst Rückschlüsse auf den Inhaber des Google Ads Account Inhabers zulassen würden, sehen wir an diesem einfachen Beispiel, dass Keyword 1 mit einem ROAS von 2,39 performt.

Aber gleich das zweite Keyword, sortiert nach Ausgaben, performt unter dem veranschlagten ROAS von 2, in diesem Fall mit 1,88. Es hat aber am zweitmeisten Budget bekommen! Budget, das viel sinnvoller hätte investiert werden können, eben auf Keywords mit höherem Return!

Und so setzt es sich im weiteren Verlauf der Keyword Liste fort – schlechte performende Keywords wechseln sich mit guten ab. Die Kampagne bzw. die Anzeigengruppe könnte viel besser performen, wenn sie sich ausschließlich auf die guten Keywords fokussieren würde.

Weniger wäre hier also mehr.

Und die Lösungen?

Die Lösungen der hier beschriebenen 3 Probleme sind:

  1. Automatische Anzeigenvorschläge deaktivieren (das ist mit einem Klick erledigt).
  2. Das Tracking muss unbedingt sauber eingerichtet werden und ist das erste, was wir von AdsVantage bei neuen Kunden prüfen – vorher brauchen wir uns gar nicht groß mit den Kampagnen und etwaigen Optimierungen beschäftigen! Das korrekte Tracking muss gerade zu Anfang engmaschig kontrolliert und gegengecheckt werden. Erst wenn das stimmt, ist das Fundament für Optimierungen und Skalierung gelegt.
  3. Gerade zum Start von neuen Accounts, macht es Sinn mit eng gefassten Kampagnen und Anzeigengruppen zu starten. Weiß man später, was funktioniert und hat mehr Daten gesammelt, kann man immer noch breiter und breiter gehen – und solche Broad-Kampagnen haben dann auch durchaus Aussicht auf Erfolg!

    Wie weit man das Ganze auf die Spitze treibt, hängt vom Einzelfall ab. Wir empfehlen aber in den meisten Fällen Single Keyword Ad Groups (SKAG’s), also Anzeigengruppen, die nur ein einziges Keyword enthalten! So kann man definitiv sicherstellen, dass alle Keywords faire Chancen bekommen und weiß sicher, welches Keyword performt und welches nicht.

Natürlich gibt es noch viel mehr zu beachten, als das, was hier in aller Kürze thematisiert werden konnte.

Wer sich nicht um seine Google Ads alleine kümmern kann oder will, den laden wir zu einem kostenfreien Beratungsgespräch mit uns ein. Wir nehmen uns dann Zeit und schauen Ihren individuellen Fall an und eruieren gemeinsam, ob und in welcher Form Google Ads für Sie Sinn machen und wir Sie unterstützen können.

Ihr kostenfreies Erstgespräch können Sie hier buchenhttps://ads-vantage.de 

Über die Autoren:

Gordon Kuckluck und Christoph Bogner sind die Gründer von AdsVantage. Sie bringen jahrelange Online-Marketing Erfahrung mit. Ihr Google Ads-Verwaltungskonto weist als offiziell zertifizierte Google Partner Agentur einen Gesamt Ad Spend aller verwalteten Google Ads Konten von über 160.000 € pro Monat aus, das sind fast 2 Millionen Euro pro Jahr.

Google Ads Agentur Deutschland, Kuckluck und Bogner

1 Kommentar

  1. […] der anderen Seite gibt es wie bei den meisten anderen Dingen auch bei PPC-Kampagnen Nachteile. Wenn das Budget nicht gut durchdacht ist und überschritten wird, können die Kosten […]

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