Finanzen

Kann es Bitcoin mit herkömmlichen Zahlungsmethoden im Netz aufnehmen?

Seit der Einführung von Bitcoin sind mittlerweile 14 Jahre vergangen. Die digitale Währung konnte sich seither in zahlreichen Bereichen des Wirtschaftslebens fest- und durchsetzen. Ob als Zahlungsmittel, Wertspeicher oder zum Schutz vor überbordender Inflation, Bitcoin hat seine Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Doch wie sieht es im Vergleich zu den herkömmlichen digitalen Zahlungsmethoden im Internet aus?

Diese sind ein wesentlicher Bestandteil für die Funktionalität und den Erfolg der Digitalisierung. Sie treiben die Umsätze an, weil sie immer verfügbar und einfach zu bedienen sind. Kann Bitcoin hier mithalten und was spricht für die Mutter aller Kryptowährungen als Zahlungsmittel?

Die Vorreiter zeigen reges Interesse

Die Vorreiter zeigen reges Interesse

Herkömmliche digitale Zahlungsmethoden haben das Einkaufen im Netz erst richtig befeuert. Schließlich wurde das Shopping so schneller, sicherer und einfacher. Mittlerweile haben sich zahlreiche verschiedene Zahlungsoptionen am Markt etabliert. Diese reichen von PayPal über Apple Pay und Paysafecard bis hin zur klassischen Überweisung und Kreditkarten.

Vor allem Geschäftsmodelle in der Gaming-Industrie, die voll und ganz auf die Verfügbarkeit des Internets setzen, nutzen diese, um ihren Kunden eine breite Palette an Möglichkeiten bieten zu können. Die Branche gilt in dieser Hinsicht als „Early Adopter“, was angesichts ihrer Dominanz in der Unterhaltungsindustrie wenig verwunderlich ist. Immerhin gelang es Poker-Anbietern so zu globalen Anbietern aufzusteigen.

Ihre Spiele sind dank digitaler Zahlungsmethoden unabhängig von Ort und Zeit verfügbar und für jeden mit wenigen Klicks nutzbar geworden. Angesichts dieses Erfolgsmodells wäre es nicht überraschend, wenn sich in Zukunft auch die Zahlung mittels Bitcoins in der Gaming-Industrie breitflächig durchsetzen würde. Die Kryptowährung bietet zahlreiche Vorteile.

Datenschutz und Sicherheit

Transaktionen in der technischen Basis von Bitcoin, der Blockchain, werden zwar öffentlich aufgezeichnet, doch die beteiligten Personen und Organisationen bleiben anonym. Das bietet ein höheres Maß an Privatsphäre, schließlich muss niemand persönliche Finanzdaten bekannt geben. Wer großen Wert auf Anonymität legt, ist bei Zahlungen mittels Bitcoin gut aufgehoben.

Doch gleichzeitig fehlen hier die Schutzmechanismen, die man beispielsweise von Kreditkartenzahlungen kennt. Bitcoin-Transaktionen kann man nicht rückgängig machen, die Gefahr von Hacks besteht bei den Krypto-Börsen weiterhin.

Kosten und Geschwindigkeit

Während klassische Banküberweisungen oft mehrere Tage dauern können, erfolgen Bitcoin-Transaktionen im Vergleich deutlich schneller. Die Kosten sind niedriger, schließlich funktioniert das Bitcoin-Netzwerk ohne eine dazwischengeschaltete Instanz wie beispielsweise eine Bank.

Doch die Kosten hängen von der Nachfrage ab und können variieren. Das macht Bitcoin manchmal für kleinere Transaktionen unrentabel. Herkömmliche Zahlungsmethoden verfügen über fixe Gebühren, das macht die finanzielle Planung einfacher.

Verbreitung und Akzeptanz

Verbreitung und Akzeptanz bitcoin

Um die Massenkompatibilität von Bitcoin beurteilen zu können, ist es wichtig, einen Blick auf die Akzeptanz und Verbreitung der Kryptowährung zu werfen. Bitcoin wird von einer immer weiter anwachsenden Anzahl von Händlern im Netz akzeptiert, doch seine Verbreitung kann mit jener von Kreditkarten oder PayPal noch lange nicht mithalten.

Vor allem ist die Akzeptanz von Land zu Land verschieden. Während Bitcoin in manchen Staaten reguliert und akzeptiert ist, wird die digitale Währung in anderen Ländern vom Zahlungsverkehr ausgeschlossen. Das beeinflusst natürlich die Verbreitung und behindert die Akzeptanz. Hier wird es Bitcoin schwer haben, mit herkömmlichen Zahlungsmethoden in Konkurrenz zu treten.

Volatilität

Auf dem Weg dahin steht auch noch das Thema Volatilität in Diskussion. Der Wert von Bitcoin schwankt in Vergleich zu den großen Fiat-Währungen wie Dollar oder Euro deutlich. Das macht die Wahl auch zu einem Risiko, wenn es darum geht, sein Vermögen zu sichern.

Nichtsdestoweniger hat sich Bitcoin als Wertspeicher etabliert. Dies gilt vor allem dann, wenn Investoren die Kryptowährung dazu nutzen, um ihr Portfolio zu diversifizieren. Die 15 Jahre anhaltende Niedrigzinspolitik der Notenbanken hat dazu geführt, dass die Anleger einerseits mehr Risiko genommen und andererseits ihre Assets noch breiter gestreut haben.

Herkömmliche Währungen gelten eher als stabil und werden von den Notenbanken ausgegeben. Doch im Krisenfall hat Bitcoin bereits gezeigt, dass es von der jeweiligen Bevölkerung auch gerne als Schutz vor hoher Inflation genutzt wird. Hier sind also Sicherheitsaspekte gegeneinander abzuwägen.

Faktum ist, dass die Regierungen dazu übergegangen sind, Bitcoin verstärkt zu regulieren. Ein klarer rechtlicher Rahmen sollte daher die Kryptowährung in ihren Bemühungen, hin zu einer breiten Akzeptanz, unterstützen und Rechtssicherheit bieten. Jetzt liegt es an den Verbrauchern zu entscheiden, ob sie Bitcoin noch mehr Chancen geben als bisher.

 

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